Info

Was ist Bio- und Neurofeedback?

Bio-/Neurofeedback ist ein computergestütztes Training, bei dem du lernst, deine körperlichen und mentalen Regulationsprozesse besser wahrzunehmen und zu beeinflussen.

 

Beim Neurofeedback wird die elektrische Aktivität deines Gehirns mittels Sensoren (EEG) erfasst und auf einem Bildschirm dargestellt. Du erhältst Rückmeldungen über Bild, Ton oder andere Sinnesreize. So bekommt dein Gehirn Informationen über seine eigene Aktivität und kann lernen, diese gezielter zu regulieren.

Quelle: NeuroPsychiatrie Schweiz AG  

Beim Biofeedback werden je nach Training beispielsweise Herzfrequenz, Atmung oder Muskelspannung erfasst. Auch hier geht es darum, die eigenen Regulationsprozesse besser kennenzulernen und zu beeinflussen.

Wie funktioniert das Training?

Dein Gehirn lernt ständig. Durch das Prinzip des Belohnungslernens erhält es eine positive Rückmeldung, wenn die gewünschte Regulation gelingt.

 

So kann es lernen, bestimmte Zustände – beispielsweise mehr Ruhe oder bessere Konzentration – gezielter herzustellen.

 

Dabei geht es nicht darum, dein Gehirn zu zwingen, etwas zu tun. Sondern darum, ihm die Möglichkeit zu geben, neue Regulationswege zu lernen.

Individuelles Training

Jedes Gehirn ist einzigartig. Deshalb schauen wir gemeinsam genau hin, wo wir ansetzen.

 

Ob wir zuerst dein Nervensystem stabilisieren oder direkt an Themen wie Fokus, Konzentration und Impulskontrolle arbeiten, hängt von deinem aktuellen Regulationszustand und deinen persönlichen Zielen ab.

 

Als deine Therapeutin begleite ich dich in deinem Tempo und passe das Training laufend an.

Was kannst du vom Training erwarten?

Bio-/Neurofeedback ist ein Lernprozess, der sich über mehrere Sitzungen entwickelt. Dabei kann dein Gehirn Schritt für Schritt neue Regulationsmöglichkeiten kennenlernen und zunehmend nutzen.

 

Reorganisation

Zu Beginn lernt dein Gehirn, auf die Rückmeldungen zu reagieren und unterschiedliche Aktivitätsmuster wahrzunehmen. Je nach Trainingsziel kann es dabei beispielsweise lernen, besser zur Ruhe zu kommen, die Aufmerksamkeit zu halten oder die Wachheit zu regulieren.

 

Selbstregulation

Mit zunehmendem Training können sich diese Regulationsmuster leichter abrufen lassen. Das Nervensystem kann lernen, auf unterschiedliche Anforderungen ausgeglichener zu reagieren und Zustände wie Anspannung, Ruhe oder Konzentration gezielter zu regulieren.

 

Verfestigung und Integration

Durch regelmässige Wiederholung können sich die erlernten Muster weiter festigen. Ziel ist, dass die Regulation zunehmend auch ohne das unmittelbare Feedback des Trainings gelingt und die erlernten Fähigkeiten im Alltag genutzt werden können.

 

Wie schnell diese Entwicklung stattfindet und wie viele Sitzungen dafür notwendig sind, ist individuell unterschiedlich.

 

Du lernst dein Gehirn nicht neu kennen. Du lernst, es bewusster zu regulieren.